Schiedsrichtergrundausbildung in Hellersdorf – September 2014
In Zusammenarbeit der SG AC/Eintracht Berlin und dem Handballerverband Berlin

„Kein ROT“, aber ein Bericht!

„Was zeichnet einen Schiedsrichter aus?“ Das war eine der ersten Fragen, welche Jörg Winkel, unser Leiter des Schiedsrichterlehrgangs am Freitagabend, 26.09.14 an uns hatte. Unser bunt gemischter Lehrgang war sich da doch relativ einig, was dieses Thema betraf: Überblick, Souveränität, Ruhe, dickes Fell… Dies waren nur ein paar unserer Schlagworte dazu. „Bunt gemischt“ trifft es ganz gut, was die Zusammensetzung unserer Gruppe betraf und es war, so denken wir zumindest, eine Herausforderung sowohl für Jörg, als auch für seinen Gespann Partner und 2. Lehrgangsleiter Daniel Stache. Unsere jüngsten Teilnehmer konnten mit aktueller Spielerfahrung im Alter zwischen 14-16 Jahren aufwarten, unsere Teilnehmer jenseits der 25 konnten nicht nur mit vergangenen Spielen, sondern auch mit Trainertätigkeiten oder einfach nur stetigem Dabeisein in Berliner Hallen glänzen. Als es zur Frage: „Warum wollt ihr Schiedsrichter werden? “ kam, gingen die Ansichten und Meinungen dann schon etwas auseinander. Danach berichteten Jörg und Daniel recht anschaulich aus ihrem Alltag als Schiedsrichter, warum und wie sie dazu kamen und was ihnen daran so viel Spaß macht.
Neben einigen kuriosen Erlebnissen, gab es da auch Vorkommnisse, von denen man hofft, sie doch umschiffen zu können. Auch hörten wir das erste Mal Bezeichnungen für Fouls, die uns bis dahin nicht bekannt waren (EKG-Griff???), auch das Wort „Rudelbildung“ fand Einzug in unseren handballerischen Wortschatz.

Nach der Vorstellungsrunde, konnte Jörg relativ entspannt durch die Themen Ball, Mannschaften, Spielfeld und Tore führen. In diesen Bereichen kannten sich ja fast alle aus. Etwas länger dauerte es dann, als es um die internationalen Handzeichen ging. Zu zeigen, wie diese richtig ausgeführt werden und wie man es besser nicht machen sollte, war, unserer Meinung nach, für alle doch recht interessant. So war dieser Abend schon recht kurzweilig und nachdem Jörg uns sagte, was uns am nächsten Tag erwarten sollte, gingen wir alle sehr müde aber mit etwas mehr Wissen nach Hause.

Am Sonnabend, 27.09. trafen wir uns dann alle ausgeruht und spielbereit um 9:00 Uhr wieder. Nach einer guten Tasse Kaffee für uns ältere Hasen und ein paar süßen Pfefferkuchen konnten wir starten. Ein Spielprotokoll hatte jeder schon mal gesehen, wie man es aber als angehender Schiedsrichter auszufüllen hat, war natürlich für alle neu. Jörg erklärte mit viel Geduld und beantwortete die nun auftretenden Fragen sehr gut verständlich und heute auch mit Unterstützung eines weiteren Schiedsrichters, Michael Rosenau. Danach gingen wir zum praktischen Teil über. Wir waren zum Glück so viele Teilnehmer, dass wir locker zwei Mannschaften bilden und immer 2 Schiedsrichter üben konnten. Jörg und Micha schauten sich das ganze von außen an und unterbrachen immer dann, wenn Bedarf war. Es war wirklich enorm hilfreich, in der gerade geschehenen Situation zu agieren und es richtig zu lernen. Die erfahreneren Spieler unter uns bauten immer mal wieder kleinere oder größere Fehler ein, auf die dann reagiert werden musste. Oder es wurde mitten im Spiel unterbrochen, um Situationen nachzustellen und damit gleich richtig zu handeln. Es hat allen viel Spaß gemacht, denn auch vom Zusehen konnten wir viel mitnehmen. So endete auch dieser Lehrgangstag wieder einmal recht schnell, aber nicht ohne, dass Jörg uns noch den weiteren Ablauf für die letzten beiden Tage mit auf den Weg gab.

Am Donnerstag, 02.10. war es dann wieder soweit, wir trafen uns wieder zum theoretischen Teil. Heute sollte es um die gesamten Strafen gehen. Unterstützung bekamen unsere Lehrgangsleiter von Normen Niehage, einem Schiedsrichter, der in der 3. Liga tätig ist. Mit Geduld und Ausdauer wurden uns die verschiedenen Strafen nah gebracht. Wann gebe ich Gelb, wann Rot, 2 Minuten Zeitstrafe!!! Ach und wann schreibe ich einen Bericht zur Disqualifikation. Es war sehr viel Theorie, aber Normen konnte uns durch seine ruhige, klare und besonnene Art dieses spezielle Thema begreiflich machen, auch mit Hilfe des DHB-Regelwerks.

Am letzten und entscheidendsten Tag (Freitag, 03.10.) trafen wir uns um 10:00 Uhr wieder, zwar äußerlich recht gut drauf, aber doch etwas unruhig, wegen der anstehenden Prüfung. Jörg ließ uns aber viel Zeit, sodass wir uns alle darauf einstellen konnten. So besprachen wir nochmals die progressiven Strafen und bekamen ein paar Formulierungshilfen in die Hand, für den erwähnten Bericht zur Disqualifikation. Nach einer kurzen Pause ging es dann aber doch endlich los. Die Anspannung war deutlich greifbar, schließlich wollten wir zeigen, was wir gelernt hatten, im Lehrgang und auch zu Hause. Wir hatten eine Stunde Zeit, die aber niemand so wirklich nutzen wollte oder konnte. Wir waren alle vor Ende der Stunde durch, ob nun mehr richtig als falsch, sollte sich später zeigen. Jörg, Daniel und Micha zogen sich dann mit unseren Prüfungsunterlagen zurück und wir warteten gespannt ab, schon annehmend, dass es doch ganz schön schweißtreibend war und das ein oder andere eben doch falsch. Man tauscht sich dann halt aus: „Was hast du da angekreuzt?“ oder „Da habe ich was ganz anderes!“ Toll, macht einen ja nur noch mehr verrückt. Aber allzu lange mussten wir nicht warten.

Von 17 Prüfungsteilnehmern hatten 11 bestanden, 6 hatten es leider nicht geschafft. Vielleicht war der ein oder andere dann doch zu aufgeregt oder hatte es schlicht und einfach vergessen.
Passiert! Alle werden die Chance bekommen, eine Nachprüfung in den nächsten Wochen durchzuführen, und dann klappt es auch für euch. Wir drücken allen die Daumen und hoffen, dass wir euch dann demnächst in einer unserer vielen Spielhallen mit einer Pfeife sehen.

Zuletzt noch ein großes Dankeschön an alle 4 Lehrgangsleiter insbesondere an Jörg Winkel für die tolle Organisation. Ihr habt echt einen klasse Job gemacht. Von Anfang bis Ende war dieser Lehrgang nicht nur sehr gut organisiert, sondern auch sehr spannend, lehrreich und anschaulich gestaltet. Es hat sehr viel Spaß gemacht, war stets informativ und bereitete uns Lehrgangsteilnehmer gut auf die kommenden Aufgaben vor. Auf die Fortbildung bei Euch freuen wir uns schon! Ihr habt Eure Aufgabe uns auszubilden sehr gut erledigt, nun liegt es an uns, das Erlernte zu verinnerlichen und schnellstmöglich umzusetzen. Danke auch an die SG AC/Eintracht Berlin für die nun bereits zum 5 Mal gegebenen Möglichkeit den Einsteigerlehrgang zum Schiedsrichter stattfinden zu lassen.

Teilnehmer:

Lucas Gärtner SG AC/Eintracht Berlin, Niklas Kegel SG AC/Eintracht Berlin, Jens Luscher FSV 1912,
Dietmar Walther FSV 1912, Torsten Lörcher SV Buckow, Johannes Behrens TuS Neukölln,
Philipp Belka TuS Hellersdorf 1988, Marie-Charlott Grygier TuS Hellersdorf 1988,
Maike Braun TuS Hellersdorf 1988, Sabrina Guenther TuS Hellersdorf 1988,
Philine Keitel TuS Hellersdorf 1988, Vanessa Rossbach TuS Hellersdorf 1988,
Tobias Dziatkowski HF BW Spandau 2000, Paul Kohler HF BW Spandau 2000,
Anja Neumann Berliner TSC, Marco Neumann Berliner TSC,
Mandy Zimmermann SG AC/Eintracht Berlin


Mit sportlichen Grüßen

 

Jörg Winkel
SR Obmann
SG AC/Eintracht Berlin


Anja & Marco Neumann
Redaktion
Berliner TSC Berlin, 05.10.2014

PS: 
Die Nachprüfung erfolgte bereits und alle konnten den Nachweis erfolgreich erbringen, um nun auch in der Praxis das Erlernte umzusetzen.
Berlin, 08.10.2014


 Schiedsrichtergrundausbildung in Hellersdorf – September 2013
In Zusammenarbeit der SG AC/ Eintracht Berlin und dem Handballerverband Berlin

Schiedsrichtermangel führt in Spielen aller Altersklassen zur Unzufriedenheit!

Anstatt mit in den Reigen der Nörgler einzusteigen, hat es sich die SG AC/Eintracht Berlin zur Aufgabe gemacht, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen.

In Zusammenarbeit mit dem HV Berlin konnten bereits zwei Grundlehrgänge gemeinsam in Hellersdorf durchgeführt werden (Teilnehmer: SG AC/Eintracht Berlin, TuS Hellersdorf und die SG FES) – nun hatten wir erstmals das Vertrauen bekommen eine Grundausbildung in Eigenregie (inkl. organisatorischer Unterstützung durch HVB Lehrwart Heinrich Fleck) durchzuführen.

An vier Lehrtagen, aufgeteilt auf zwei Wochenenden, wurden dem „Schiedsrichternachwuchs“ die Fähigkeiten und Fertigkeiten vermittelt, um Handballspiele der verschiedenen Altersklassen leiten zu können. Erfreulicherweise zählten Spieler und Eltern zu unseren Teilnehmern. Zu den Inhalten gehören u.a. das eigene Auftreten, Formalien, Entscheidungsverhalten, das Regelwerk und die IHF-Handzeichen. Neben aller Theorie gehören selbstverständlich die praktischen Aspekte zur Ausbildung – vielen Dank an die 2. Männer des SC Eintracht Berlin für die Unterstützung in der Halle.

Wir gratulieren allen, die die schriftliche Abschlussprüfung (25 Fragen – Multiple Choice) bestanden haben und unterstützen jene, die es beim ersten Anlauf leider nicht geschafft haben. Von nun an gilt es erste Erfahrungen zu sammeln und die ersten 10 Spiele zu leiten, damit man den endgültigen HVB-Schiedsrichterausweis in den Händen halten kann.

Die Organisatoren möchten sich hiermit noch einmal für die rege Teilnahme bedanken und gleichzeitig einen Wunsch für alle Jungschiedsrichter äußern: Bitte unterstützt sie auf Ihrem Weg in unseren Hallen und gebt ihnen nach den geleiteten Spielen konstruktive Hinweise – sie werden von Tag zu Tag dazulernen.

In Zukunft planen wir weiterhin regelmäßige Fortbildungstage für die ausgebildeten und interessierten Schiedsrichter des HVB, gemeinsam wird hier mittelfristig eine weitere Plattform zum Austausch im Schiedsrichterwesen geschaffen.

Selbstverständlich werden wir in 2014 eine neue Grundausbildung anstreben um kontinuierlich neue Schiedsrichter für unseren Sport zu gewinnen.

Mit sportlichen Grüßen

Jörg Winkel
SR Wart
SG AC/Eintracht Berlin


———————————————Übersicht ZN & Sek.—————————————————

HVB lizenzierte Zeitnehmer und Sekretäre ACB

HVB lizenzierte Zeitnehmer und Sekretäre SC EB

—————————————–Stand 24.09.2013———————————————-

 

Steuerliche Behandlung von ….  Info

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Beschluss Verbandstag 2012

  • Aufwandsentschädigung für Schiedsrichter ab Beginn
    der Meisterschafts- und Pokalrunde 2012/2013
  • VL Männer   25,00€
  • VL Frauen / LL Männer 20,00 €
  • LL Frauen / SL Männer  15,00 €
  • alle anderen Spiele 12,50 €
  • Pokal Erwachsene 20,00 €
  • Pokal Jugend  12,50 €

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Schiedsrichterwart der SG AC/Eintracht Berlin – ab 1. Mai 2012

  • Sportfreund Jörg Winkel   (0176 89427142)

Verantwortliche Sportfreunde für die Aus- und Weiterbildung

  • Sportfreund Normen Niehage
  • Sportfreund Jörg Winkel
  • Sportfreundin Susann Kruska

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